Glauberg und die Heuneburg sollen auf Vorschlagsliste für Unesco-Weltkulturerbe

Der keltische Fürstensitz am Glauberg und die Keltensiedlung Heuneburg in Baden-Württemberg sollen Unesco-Weltkulturerbe werden. Dafür setzt sich das Hessische Wissenschaftsministerium ein.

Beide Stätten, der Glauberg genauso wie die Heuneburg sind Teil eines herausragenden Netzwerks frühkeltischer Fürstensitze. Sie gehören zu den bedeutendsten Geländedenkmalen der keltischen Geschichte. Speziell die archäologische Stätte auf dem Glauberg zeigt auf besonders herausragende Art und Weise den engen Austausch der frühkeltischen Kultur in Europa untereinander und mit den mediterranen Kulturen.

Einer der Berühmtesten Funde vom Glauberg ist die Steinfigur eines Keltenfürsten. Die bis auf die Füße vollständig erhaltene Statue ist mit einer haubenartigen Kopfbedeckung versehen, die als (Mistel-)Blattkrone gedeutet wird und als Grabbeigabe in Grab 1 gefunden wurde. Da die Mistel laut antiker Autoren bei den Kelten eine wichtige kultische Bedeutung besaß, mag dies auf die Rolle des Bestatteten als Priester hinweisen. Diese Figur des „Keltenfürsten vom Glauberg“ ist bislang der bedeutendste Fund der Latènekultur in Hessen. Die originale Stele wurde am 24. Juni 1996 geborgen und ist im 2011 eröffneten Museum am Glauberg zu sehen.