Die Kelten in Karlsruhe und Umgebung

Was eine keltische Besiedelung im Gebiet von Karlsruhe angeht, ist nicht wirklich sehr viel bekannt. Doch es gibt einige aussagekräftige Funde in und rund um Karlsruhe, von denen jedoch bisher nur wenig berichtet wurde.

Eine keltische Besiedelung in dieser Gegend in der Eisenzeit ist eindeutig nachgewiesen. Auch römische Funde hat man hier gemacht. Die keltischen und römischen Fundstücke bzw. Exponate sind im Badischen Landesmuseum, welches sich im Schloss Karlsruhe befindet, ausgestellt. Die römischen Funde im Museum überwiegen jedoch.

Bereits im Jahr 1911 hat man in einem Feld Gräber aus der Eisenzeit gefunden, sie beinhalteten zehn Bestattungen.

In vielen Ortschaften rund um Karlsruhe hat man Keltenfunde gemacht. Im Folgenden eine kleine Auswahl von keltischen Fundstellen rund um Karlsruhe.

Hügelgräber fand man im Stadtteil Neureut. Dieser Ort befindet sich etwa sieben Kilometer vom Karlsruher Zentrum entfernt. Genaugenommen befanden sich die Gräber, welche aus dem 6. und 5. Jahrhundert vor unserer Zeit stammen, auf dem Gebiet welches man Heidelburg nennt.

Die im Durchschnitt 20 Meter grossen Gräber waren bis zu drei Meter hoch und wurden. Leider wurden sie durch und für die landwirtschaftliche Nutzung eingeebnet. Heute weist nur noch eine Infotafel auf die keltischen Hinterlassenschaften hin.

Zudem hat man auch in Walzenbachtal fünf Grabhügel aus der La-Tènezeit gefunden. Genau genommen befanden sich diese Gräber zwischen Wössingen und Stein. Walzbachtal befindet sich rund zehn Kilometer westlich von Karlsruhe. Diese Gräber wurden schon im 19. Jahrhundert entdeckt.

Eine ganze Siedlung aus der vorrömischen Zeit hat man in Karlsruhe-Grünwinkel gefunden. Besondere Fundstücke sind hier zum Beispiel Darstellungen der Unterweltsgötter Sucellus und Nantosuelta.

In Söllingen im Pfinztal gibt es Ausgrabungen zu den Römern. Auch hierbei handelt es sich um ein Gräberfeld und um ein römisches Gebäude.