Der keltische Grabhügel und die Viereckschanze von Tannheim

Tannheim ist eine Gemeinde im Südosten des Landkreises Biberach in Baden-Württemberg (Deutschland). Aufgrund von Hügelgräberfunden südlich des Ortes aus der Hallstattzeit (750–450 v. u.Z.) oder der Latènezeit (450–15 v. u.Z.), kann man von einer keltischen Besiedlung des Gebietes ausgehen. In späterer Zeit gehörte die Gegend zu der römischen Provinz Rätien.

In der Nähe von Tannheim im Landkreis Biberach, nahe der Iller, lag einst ein großer keltischer Gutshof also eine sogenannte Viereckschanze. Dieser Gutshof eines Kelten war verhältnismäßig groß und hatte eine Trapezform, mit Seitenlängen von über 100 Metern.

Zudem fand man Rings um Tannheim, speziell aber im Wald “Härtle” rund 20 verschliffene Grabhügel mit vielen aufschlussreichen Funden. Der Grabhügel sowie die Viereckschanze, war nur reichen Kelten vorbehalten. Die weiteren Hügel deuten auf einige Dynastien von Herrschern, die hier das sagen hatten hin.

Die Viereckschanze stammt aus der Latène-Zeit. In den Grabhügel fand man unter anderem Skelette. Eines war mit einem eisernen Schwert und 15 Tongefäßen begraben (“Ehbühl”). Wieder andere Gräber hatten Bronzegegenstände und ebenfalls Tongefäße als Beigaben. Ähnliche Bestattungen mit solchen Beigaben kennt man auch von Grabhügel bei der Heuneburg, wie zum Beispiel dem Hohmichele. Auch die Römer nutzen die Viereckschanze als Gusthof, als eine Villa Rustica – das belegen einige Münzfunde.