War der Bussen vor der Heuneburg das keltische Machtzentrum an der Donau?

Der Bussen ist ein 766,7 m ü. NHN hoher Berg in Oberschwaben zwischen Unlingen und Uttenweiler, auf dessen Gemarkung er beim Ortsteil Offingen liegt. Er ist einer der meistbesuchten Wallfahrtsorte Oberschwabens und ein hervorragender Aussichtsberg mit Blick bis zu den Alpen.

Manchmal wird er als „Hausberg Oberschwabens“ oder „Der Heilige Berg Oberschwabens“ bezeichnet. Es finden sich Hinweise auf eine keltische und später germanische Kultstätte.

Archäologen gehen nun der Frage nach ob der Bussen vor der Heuneburg das keltische Machtzentrum an der Donau gewesen ist. Zum ersten mal graben nun Landesarchäologen systematisch nach Überresten der Hallstatt-Kultur bei Riedlingen (Kreis Biberach).

Südlich des Areals vermuten die Archäologen Strukturreste von Häusern. 25 Kartons mit Material haben die Wissenschaftler schon gesichert. Besonders interessant ist, bei den gefundenen Keramikscherben handelt es sich um Reste von Gefäßen, die offensichtlich auf der Heuneburg hergestellt wurden.

Die Funde belegen scheinbar, dass die intensive Besiedlung der Kelten nicht nur auf die Heuneburg beschränkt gewesen ist. So fand man zum Beispiel bei Grabungen am Fuße des Bussen keltische Gräberfunde, die jedoch älter sind, als die Heuneburg.