Vier heilige Kräuter der Kelten

Als magische Kräuter der Kelten werden Mistel, Eisenkraut, Brunnenkresse und Mädesüß beschrieben.

Eisenkraut
Das Echte Eisenkraut (Verbena officinalis), auch Taubenkraut, Katzenblutkraut, Sagenkraut oder Wunschkraut genannt, ist eine Pflanzenart, die zur Gattung der Verbenen (Verbena) gehört. Es ist eine traditionelle Heilpflanze.

Die Kelten verbanden mit dem Eisenkraut (Druidenkraut) die unterschiedlichsten Formen ihres Aberglaubens, wie z.B. Weissagung, magische Kräfte, usw. Gesammelt wurde diese heilige Zauberpflanze dabei immer nur in finsterer Nacht, wenn sogar der Mond dunkel war.

Mistel
Misteln sind Pflanzen der Gattung Viscum aus der Familie der Sandelholzgewächse (Santalaceae). Früher wurden die mehr als drei Dutzend Viscum-Arten und die ihnen nahestehenden Gattungen wie z. B. Arceuthobium und Korthalsella in eine Familie namens Viscaceae gestellt. Misteln sind halbparasitische, epiphytische Sträucher. Vor allem in den Tropen und Subtropen kommt diese Lebensform auch in anderen Pflanzenfamilien vor, z. B. in den entfernt verwandten, artenreichen Riemenblumengewächsen (Loranthaceae).

Die Kelten verehrten die einst sehr selten vorkommende Mistel und den Baum, auf welchem sie wächst, als heilige Pflanze, weil sie angeblich sogar Vergiftungen heilen konnte, wenn man aus ihr einen besonderen Trank herstellte.

Abgeschnitten werden durfte diese generell wichtigste Pflanze der Kelten ausschließlich nur von einem Priester in weißem Gewand und mit einem goldenen Messer.

Brunnenkresse
Die Echte Brunnenkresse oder Brunnenkresse (Nasturtium officinale), auch Wasserkresse genannt, ist eine als Gemüse verwendete Pflanzenart aus der Gattung der Brunnenkressen (Nasturtium) der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae).

Ihr Name ist in Bezug auf ihren Standort abgeleitet von mittelhochdeutsch brunne (Quelle, Quellwasser, Grundwasser, fließendes Wasser).

Die Brunnenkresse diente den Kelten überwiegend als Aphrodisiakum. Als heilige Pflanze wurde sie verehrt, weil sie angeblich dafür sorgen konnte, dass die magischen Kräfte des Wassers erhalten blieben.

Mädesüß

Mädesüß (Filipendula) (auch Spierstaude) ist eine Gattung in der Familie der Rosengewächse (Rosaceae), die in den gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel vorkommt. Den Namen Filipendula von filum = Faden und pendulus = herabhängend hat die Gattung von den an Fäden hängenden Wurzelknollen des Knolligen Mädesüß (Filipendula vulgaris). Er wurde zunächst nur für diese Art verwandt und erst später auf die ganze Gattung ausgedehnt. Dieser Namen findet sich anscheinend erstmals in einer Rezeptsammlung des 12. Jahrhunderts aus Salerno von Nicolaus Praepositus.

Die Kelten nutzten einst die komplette Duftpflanze als Färbemittel für ihre Stoffe. Auch wurde Mädesüß zur Abwehr von Geistern und Dämonen in Haus und Stall aufgehängt.