Ungeahnte Ausmaße keltischer Industrie in Oberpullendorf

In der Gegend rund um Oberpullendorf im Burgenland fanden in den letzten Jahren Archäologen Spuren einer bisher ungeahnten Dimension der keltischen Industrie. In tausenden Gruben wurde dort Eisenerz gefördert. Dazu mussten auch großflächige Waldrodungen vorgenommen werden.

Schätzungen der Archäologen ergaben, dass in einem Zeitraum von rund 150 Jahren zwischen 35.000 bis 60.000 Tonnen Eisenerz gefördert wurden. Diesbezüglich kann man davon ausgehen, dass die Kelten damals in der Gegend 2.200 bis 4.000 Hektar Wald gerodet haben. So gesehen kann man durchaus sagen, dass die Auswirkungen auf die Umwelt enorm gewesen sein müssen.

Die dazugehörige Siedlung befand sich in Schwarzenbach, die recht schnell auf etwa 2500 Bewohner angewachsen war. Viele der Bewohner arbeiteten im Eisenabbau oder der Weiterverarbeitung desselben.