Über die Mysterienschule Nemeton Eula

Das altkeltische Wort ″Nemeton“ bedeutet übersetzt ″heiliger Hain, Heiligtum“, und das ebenfalls altkeltische Wort ″Eula“ bedeutet ″Weisheit, Wissen“. In diesem Sinne versteht sich Nemeton Eula als eine Mysterienschule des Wissens und der Weisheit. Das Ziel der philosophischen Denker und Forscher der Nemeton Eula ist es, die spirituellen Mysterien sowie die Geheimnisse des Lebens und unsere wahre Geschichte zu ergründen und diese zu erfahren.

Angetrieben werden die Denker von den grundlegenden philosophischen Fragen; wer sind wir, woher kommen wir und wohin gehen wir? Vom hier und jetzt aus, begeben sich die Denker auf eine spirituelle Forschungsreise, einer Reise zu den höchsten namenlosen Ebenen des Seins. Dies kann man durchaus mit der Gralssuche gleichsetzen, wobei der Gral jedoch nicht im Außen gesucht wird, sondern im Inneren.

Neben der Reise nach Innen gehen die Philosophen und Forscher der Nemeton Eula auch einer geschichtlichen Forschung nach. Das Ziel dieser Forschung ist es, die allem Anschein nach verfälschte Geschichte, welche uns vorgesetzt wird, wieder richtig zu stellen. Die Erkenntnisse all dieser Forschungen werden in Form von Publikationen, Vorträgen und Unterricht an interessierte Menschen weitergegeben.

Die wörtliche Bedeutung des Begriffs ″Philosophie″ in sämtlichen modernen keltischen Sprachen ist ″Mann der Weisheit″, die ursprüngliche griechische Bedeutung ist, – philosophía, wörtlich die ″Liebe zur Weisheit″. Das Walisische kennt allerdings noch einen älteren Begriff “athroniaeth”; er leitet sich ab von der Wurzel “athro”, was Lehrer bedeutet.

Platon sagte über die Philosophie: ″Philosophie ist die Erkenntnis des Seienden oder des Ewigen und Unvergänglichen.″

Aristoteles meinte über die Philosophie: ″Philosophie ist die Wissenschaft von der Wahrheit. Philosophie ist die Untersuchung der Ursachen und Prinzipien der Dinge.″

Das Wort ″Spiritualität″ kommt ursprünglich von dem lateinischen Wort ″spiritus″, und bedeutet übersetzt ″Geist, Hauch″. Das ebenfalls lateinische Wort ″spiro″ bedeutet ″ich atme″. Es hat seine Entsprechung im altgriechischen Wort ″psychḗ″, dass ursprünglich ″Atem, Hauch“ bedeutete und von ″ich atme / hauche / blase / lebe“ hergeleitet wurde.

Der renommierte Philosophieprofessor Wilhelm Weischedel stellte fest: ″Unter einem bestimmten, das Wesentliche treffenden Aspekt kann man die gesamte antike Philosophie in ihrem Grundzug als Philosophische Theologie betrachten.”

Aus: Abenteuer Philosophie, Nr. 135: ″Ganz entscheidend dafür, wie man sich in der Antike mit Philosophie beschäftigte, war die Art und Weise, wie das Göttliche in der Wirklichkeit wahrgenommen wurde. In der Abkehr vom mythologischen Weltbild fasste der philosophische Begriffes ″theion″ die Gottheit nicht mehr als einzelne begrenzte Gestalt, sondern als eine in allem Sein waltende Urkraft. Sie ist der Urgrund allen Lebens und damit seine eigentliche Substanz sowie Zweck setzende Ordnungsmacht des Kosmos. Keine Bewegung wäre ohne eine erste, alles in Bewegung setzende Urkraft möglich. Sie ist immerzu überall anwesend und beeinflusst das Weltgeschehen. Das altgriechische Verständnis von ″logos″ und ″kosmos″ ist im Grunde nichts anderes als eine theologische Metaphysik. Schon der Begriff ″logos“ weist zugleich auf ein Vernunftvermögen göttlichen Ursprungs wie auch menschlicher Natur hin, die davon inspiriert ist.″

Besonders beschäftigt sich die Nemeton Eula mit der Überlieferung der keltischen Druiden. Die Druiden hatten zu den namenlosen Intuitionsebenen oder höchsten Ebenen des Geistes Zugang. Diese konnten sie aber nur erreichen weil sie gewisse Betrachtungen in sich selbst durchführen konnten.

Das Druidentum ist laut der Überlieferung eine der letzten philosophischen Grundlagen die es nach den letzten großen Naturereignissen der Erde gab und wurde bis heute rein erhalten in Form von spirituellen Übungen. Die Übungsabläufe waren der Zugang zu den Intuitionsebenen oder höchsten Ebenen des Geistes, die man nur durch gewisse Kontemplationen (Betrachtungsweisen) erreichen konnte. Dass heißt, wenn man gewisse Betrachtungen in sich durchführen konnte. Konkret bedeutet dies, wenn man das was man als Wissen auf der Naturebene beobachten konnte, in sich selbst umsetzen konnte. Eine der Grundlagen der druidischen Geisteshaltung ist daher, ″dass man alles was man in seiner Umwelt erkennt, in sich selbst ist.″

Website: http://nemeton-eula.org