Sensationsfunde aus keltischer Zeit in der Schweiz

Ende März 2017 wurden die archäologischen Ausgrabungen in Osterfingen (Schweiz) abgeschlossen. Drei Monate lang hatte die Kantonsarchäologie Schaffhausen einen weiteren Bereich der sich dort befindenden keltischen Siedlung untersucht. Das Ergebnis ist höchst spannend.

Auf über 1000 Quadratmeter hat man Siedlungsspuren gefunden, die hervorragend erhalten sind. Darunter Wohnhäuser und Hunderte von Pfostenstandorten.

Bereits jetzt ist klar, dass es sich um eine mehrphasige, mindestens 150 Jahre bestehende Siedlung handelte. Mehrere der bisher rekonstruierten Hausgrundrisse überschneiden sich.

Von besonderem Interesse sind die gefundenen Grubenhäuser, denn Schweizweit sind bisher erst drei derartige Grubenhäuser aus der Hallstattzeit bekannt.

Daneben haben die Archäologen auch Abfallgruben, Reste von Öfen und einen Kiesweg gefunden. Zudem fanden sie Scherben – “ein Glücksfall, zeigen sie doch das Können der keltischen Töpfer und die Besonderheiten der lokalen Geschirrherstellung”.

All diese Funde belegen, dass die keltische Siedlung von Osterfingen in regem Austausch stand und selber ein zumindest für die Region bedeutender Ort war.