Sensationelle keltische Funde im Mölltal/Kärnten

Im Mölltal/Kärnten wurden in einem Feld keltische Funde gemacht, jetzt vermutet man eine ganze keltische Siedlung unter der Erde. Diese Siedlung soll aus der Zeit um 200 v.u.Z. stammen. Die archäologischen Grabungen sollen im April 2018 beginnen.

Die mit einem Metalldedektor aufgespürten römischen Spangen und Münzen seien auf grund der abgebilderten Kaiser zwischen 0 und 400 n.u.Z. leicht zu datieren, während die älteste Münze berereits 200 v.u.Z. von den Kelten geprägt wurde. Auch wurden bereits Bodenradarmessungen durchgeführt. Dabei wurden mehrere Hausgrundrisse und Terrassen auf einer Fläche von 25 Hektar festgestellt.

Unter der Leitung von Stefan Pircher starten ab 16. April die Ausgrabungen. Beratend zur Seite stehen Gerald Grabherr und Barbara Kainrath (Uni Innsbruck), Franz Glaser (Landesmuseum Klagenfurt), Christian Gugl (Österreichische Akademie der Wissenschaften in Wien) und Raimund Kastler ( Landesmuseum Salzburg).

Vergleichbare Funde sind die Römerstädte Aguntumin Lienz und Teurnia bei St. Peter im Holz und die Ausgrabungen auf dem Burgbichl bei Irschen.