Sensationelle Keltenfunde in Osttirol

Der Klosterfrauenbichl in Lienz Osttirol wurde schon von den Kelten bewohnt. Der Platz wurde von den Laianken als heilige Stätte verehrt und benützt. Der Name „Lienz“ soll auf die Laianken zurückgehen. In späterer Zeit errichteten die Römer auf dem etwa 150 Meter hohen Hügel ein Heiligtum.

Seit dem Jahr 2014 finden auf dem Klosterfrauenbichl archäologische Grabungen statt. Keltenfunde sind unter Anderem:  Fibeln, Votivbleche aus Bronze, Feuerböcke, Münzen sowie Teile einer keltischen Kriegstrompete. Besonders spannend ist die Kriegstrompete mit einem Wildschwein- oder Drachenkopf welche auch Carnyx genannt wird.

Die Carnyx ist ein Blasinstrument der eisenzeitlichen Kelten, das von etwa 300 v. Chr. bis 200 n. Chr. in Gebrauch war. Es handelt sich dabei um eine hornartig gebogene Bronze-Trompete, die beim Blasen aufrecht gehalten wurde. Die Mündung ist meist als Wildschweinkopf geformt. Genutzt wurde die Carnyx bei Kriegszügen (evtl. auch bei Kulthandlungen), wohl um die Truppen zur Schlacht anzustacheln und den Feind mit akustischer Kriegsführung zu demoralisieren.

Aus der römischen Zeit fand man auf dem Klosterfrauenbichl ein Heiligtum sowie eine Jupiter-Statue.