Schmiede der Eisenzeit

Am 30. Juni 2015 wurde im MAMUZ Museum Schloss Asparn die neue eisenzeitliche Schmiede eröffnet. Im Folgenden eine Beschreibung und einige bildliche Impressionen von der Eröffnungsfeier.

Beschreibung der Schmiede, von MAMUZ/Asparn: Um etwa 800 vor unserer Zeit tauchten in Mitteleuropa die ersten Gegenstände aus Eisen auf. Die Nutzung von Eisen führe nach und nach zu ökonomischen und gesellschaftlichen Veränderungen. Durch den neuen Werkstoff konnten nicht nur neue Gerätschaften entwickelt werden, wie etwa Pflugscharen, sondern auch bereits bekannte Werkzeuge aus beständigerem Material gefertigt werden. Sowohl die Gewinnung des Eisens als auch seine Verarbeitung haben wohl von Anfang an hoch spezialisierte Handwerker ausgeführt. Diese Spezialisierung setzte ein langjährige Ausbildung voraus, welche wiederum nur an ausgewählte Personen weitergegeben worden sein dürfte. Wohl aus deshalb genoss der Schmid in unserer Gesellschaft bis in jüngste Vergangenheit besondere Achtung und seine Kenntnisse wurden von Zeitgenossen vielleicht sogar als Zauberei wahrgenommen.

Das Architekturmodell der eisenzeitlichen Schmiede im MAMUZ Museum Schloss Asparn orientiert sich unter anderem an Pfostenbauten aus Schwarzenbach in Niederösterreich, wo derartige Strukturen als Schmiede- und Handwerkerhäuser erkannt wurden. Auch aufgrund ähnlicher Strukturen in Hallstatt darf man davon ausgehen, dass Handwerkergebäude der Latènezeit oftmals als Pfostenbau mit Ringwällen ausgeführt worden waren. Für die Verwendung als Schmiedebetrieb hatten sich wohl flache Schindeldächer angeboten.

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