Rezept: GRILLIERTE LACHSTRANCHEN MIT SENF NACH „KELTENART“

Die Kelten haben uns leider keine Rezepte überliefert. Doch ein Blick in keltische Kochtöpfe ist trotzdem möglich! Wie die Leute vor 2100 Jahren gekocht und was sie gegessen haben, können Fachleute der Archäologischen Bodenforschung und des Instituts für Prähistorische und Naturwissenschaftliche Archäologie (IPNA) der Universität Basel herausfinden, wenn sie die Überreste der Mahlzeiten analysieren.

Fast alle der unten aufgezählten Zutaten wurden auch bei Ausgrabungen in der keltischen Siedlung „Basel-Gasfabrik“ nachgewiesen. Wie die Basler Kelten diese Grundzutaten kombiniert haben, wissen wir aber (noch?) nicht.

GRILLIERTE LACHSTRANCHEN MIT SENF NACH „KELTENART“

Lachstranchen (1.5 – 2 cm dick)

Grosse, blanchierte Weisskohlblätter

Senf:

40 g weisse Senfkörner

20 g braune Senfkörner

1 EL Apfelessig

nach Bedarf Brühe

1 Prise Salz

40 g cremiger Honig (z.B. Tannenhonig)

Den Grillrost mit Speckschwarte einreiben, Holzkohle muss als gleichmässige Glut vorliegen (keine Flammen!). Der Abstand von der Glut zum Rost sollte etwa 10cm betragen.

Die blanchierten Kohlblätter überlappend auf den Grillrost legen und die Lachstranchen darauf verteilen. Nach dem Wenden der Tranchen mit Senf bestreichen und fertig garen.

Salzen nach Bedarf

Für den Senf die Senfkörner im Mörser zerkleinern oder mit Hilfe einer Mohn- oder mechanischen Kaffeemühle mahlen. Elektrische Mühlen sind nicht zu empfehlen, denn die Körner dürfen nicht wärmer als 30 Grad Celsius werden. Der Senf wird sonst bitter.

TIPP 1: Das Mahlen ist einfacher, wenn die Senfkörner vorher für einige Stunden im Tiefkühlfach gelagert wurden, denn der Samen ist ölhaltig!

TIPP 2: Die Kaffeemühle sollte man jeweils „geschmacksneutralisieren“. Das geht einfach, indem einige Reiskörner vor und nach den Senfkörnern gemahlen werden.

Die gemahlenen Senfkörner nun mit Salz, dem Apfelessig und so viel Brühe vermengen, dass eine cremige Masse entsteht. Danach den Honig unterheben.

ACHTUNG! Der Senf ist zu diesem Zeitpunkt SEHR SCHARF! Vor dem Verzehr sollte er etwa 2-3 Tage in einem geschlossenen Gefäss kühl ruhen.