Rezept: CEREALIEN-EINTOPF MIT GEMÜSE UND HAGEBUTTENMARK

Die Kelten haben uns leider keine Rezepte überliefert. Doch ein Blick in keltische Kochtöpfe ist trotzdem möglich! Wie die Leute vor 2100 Jahren gekocht und was sie gegessen haben, können Fachleute der Archäologischen Bodenforschung und des Instituts für Prähistorische und Naturwissenschaftliche Archäologie (IPNA) der Universität Basel herausfinden, wenn sie die Überreste der Mahlzeiten analysieren.

Fast alle der unten aufgezählten Zutaten wurden auch bei Ausgrabungen in der keltischen Siedlung „Basel-Gasfabrik“ nachgewiesen. Wie die Basler Kelten diese Grundzutaten kombiniert haben, wissen wir aber (noch?) nicht.

CEREALIEN-EINTOPF MIT GEMÜSE UND HAGEBUTTENMARK

1,5 bis 2 l Brühe gekocht aus Suppenhuhn, Kalbsfuss, Rindsknochen, Petersilienwurzel, Salz

(ersatzweise: Instant-Hühnerbrühe)

30 g geräucherter Speck

5 g ausgelassene Butter

50 g Lauch

50 g Knollensellerie

100 g Rollgerste

(oder Rollgerste und Hirse im Verhältnis 2:1)

50 g Hagebuttenmark, ungesüsst

1 bis 1½ TL Kümmelsamen, im Mörser geschrotet

Speck, Lauch und Sellerie klein schneiden.

Den Speck in der Butter auslassen; die Gemüse dazugeben und einige Minuten mitdünsten; die Gerste dazugeben, kurz anrösten.

Mit ca. ½ l heisser Brühe ablöschen; gut umrühren.

Auf kleiner Flamme köcheln lassen, dabei bei Bedarf etappenweise von der warmgehaltenen Brühe dazugeben (Prinzip ‘Risotto’).

Nach 40 Minuten Kochzeit: Hagebuttenmark und Kümmel und (wenn gewünscht) die Hirse dazugeben; weiter köcheln bis die Gerste weich ist. Kochzeit total: 60 bis 75 Minuten.

Abschmecken: mit wenig Salz und Kümmel.

Eignet sich als Eintopfspeise für 2 oder als Beilage zu Lamm- oder Wildfleisch für 4 Personen.

Hinweis: Das Hagenbuttenmark gibt es im Oktober/November frisch auf dem Markt, ansonsten gefroren oder als Konserve im Reformhaus.