OÖ Landesausstellung 2018: Die Römer am Donaulimes in Oberösterreich

Enns in Oberösterreich, dass zur Zeit der Römer den Namen Lauriacum trug, ist nicht nur die älteste Stadt Österreichs, sondern beherbergte auch den größten militärischen Stützpunkt der Provinz Noricum. Die Zivilsiedlung bewohnten etwa 20.000 Menschen, dass sind mehr Einwohner als Enns heute hat.

Archäologen fanden jetzt in Enns eine römische Kalkbrennanlage die 2018 eines der Herzstücke der Oberösterreichischen Landesausstellung sein soll. Der Wissenschaftler Felix Lang, der mit der Ausgrabung betraut war, erklärte, dass die Kalkbrennanlage die Voraussetzung für die rege Bautätigkeit der Römer gewesen ist, als diese an der Wende des 2. und 3. Jahrhundert Militär in Enns stationiert haben. Da man insgesamt zwölf Brennanlagen gefunden hat, sprechen die Archäologen von einem Sensationsfund.

Doch bereits im Jahre 2008 hat man im Zuge des Straßenbaus, Spuren von diesen Brennöfen gefunden. Doch erst seit dem vergangenen April hat man damit begonnen, sie archäologisch zu ergraben. Dabei legten die Archäologen einen der Öfen mit einer Höhe von über vier Metern und einem Durchmesser von 3,8 Metern frei. ‟Es handelt sich zweifellos um einen der besterhaltenen römischen Kalkbrennöfen überhaupt“, freuen sich die Archäologen.

Besonders spannend finden die Archäologen den Umstand, dass einer der Brennöfen im 4. Jahrhundert unserer Zeit als Mülleimer Verwendung gefunden hat. Dieser ‟Mülleimer‟ erwies sich als wahre Fundgrube, denn man fand unter anderem Ziegeln und einige Metallobjekte wie Münzen und diverse Keramik, aber auch Knochenteile von Rindern, Pferden beziehungsweise Maultieren, Ziegen und Schafen sowie von einem Hund gehören zum Fundus. Darüber hinaus machten die Archäologen noch einen ganz besonderen Fund: Fragmente von zwei Herkules-Statuen und einen vollständigen Weihealtar.

Während der Oberösterreichischen Landesausstellung 2018 ‟Die Römer am Donaulimes in Oberösterreich‟ sollen die Funde dann präsentiert werden. Aber auch das Schlossmuseum in Linz – damals Lentia – und eine freigelegte, besonders gut erhaltene Badeanlage bei Schlögener Schlinge der Donau sollen weitere Schauplätze der Landesausstellung sein.