Norische Alpen

Norische Alpen ist ein Sammelbegriff für Teile der Ostalpen, mit sehr verschiedenen Konzepten. Er findet sich in diversen historischen Alpengliederungen, wird im außerdeutschen Raum aber auch bis heute verwendet. Der Begriff Norische Alpen (Alpes Noricae) entstammt der Römerzeit und bezeichnet die Berge der Provinz Noricum in Tirol und Bayern (im weiteren Sinne des keltischen Stammesgebietes).

Auch in der karolingischen Divisio Regnorum von 806 wird der transalpine Passweg ausdrücklich als „per alpes Noricas“ benannt.

Der Begriff wurde im 19. Jahrhundert für eine Dreiteilung der Ostalpen in Norische Alpen, Karnische Alpen (A. Carnicae) und Julische (A. Juliae) oder Krainer-Alpen verwendet. Dabei erstrecken sich diese drei Gruppen über folgende Gebirgsgruppen, wie sie die heutige Alpenvereinseinteilung der Ostalpen (AVE) gibt:

die Juliae vom Triglav (alt: Terglu) bis an die Dinarischen Alpen (Dinariden) – der heutige Begriff Julische Alpen entspricht dem noch weitgehend

die Carnicae entlang der Drau bis an die Save (alt: Sau) – das sind die heutigen Karnischen Alpen (die danach noch immer auch karnischer Hauptkamm genannt werden), die Gailtaler Alpen, die Karawanken, Steiner Alpen (Kamniške bzw. Savinjske Alpe ‚Save-Alpen‘) und das Bachergebirge (Pohorje)

und die Noricae das ganze Gebiet von der Donau an die Drau (also die heutigen östlichen Nord- und Zentralalpen, wobei seinerzeit die Westgrenze der Ostalpen an der Dreiherrenspitze gesehen wurde).

Die klassische Einteilung der Norischen Alpen erfolgte in:
Österreichische Alpen (Ober- und Niederösterreichische Alpen einschließlich Wienerwald)
Salzburger Alpen einschließlich Salzkammergutalpen
Steirische Alpen (Steiermark und Kärnten)
Trientinische Alpen (östliches Trient)