Neues Noreia-Tempelprojekt in Wien

In Wien hat sich eine Gruppe von Frauen zusammengefunden, welche in unserer Hauptstadt einen zeitgenossischen Noreia-Tempel errichten bzw. eröffnen möchten.

Inspiriert wurde die Gruppe vom Goddess Temple in Glastonbury und den Göttinnen-Konferenzen in Wien – Mitbegründerinnen der ersten Göttinnen-Konferenz in Wien 2012 waren zwei der Vorstandsmitglieder des Vereins Noreia – Verein zur Förderung von Göttinnen-Spititualität“, namentlich Frau Mag.a Hildegard Kirchweger und Frau Mag.a Irene Pobitzer – Für ihr Projekt  Noreia-Tempel, gründeten die Frauen den oben genannten Verein ″Noreia – Verein zur Förderung von Göttinnen-Spiritualitat″.

Ihr Ziel und Traum ist es der norischen Landesgöttin Noreia einen geweihten Raum zu stiften, der zu bestimmten Zeiten von einer Tempelhüterin betreut wird und öffentlich zuganglich sein soll. Nach eigener Aussage soll dieser Tempel ″einen Erfahrungsraum schaffen, in dem Menschen die liebevolle Gegenwart der Göttin spüren und selbst mit ihr in Verbindung treten können. Er wird erträumt, gehütet und getragen von einer Gemeinschaft göttinliebender Menschen.″ Das von Kathy Jones geschriebene grundlegende Buch zur Göttinnen-Bewegung wurde von der Obfrau des Vereins, Frau Mag.a Hildegard Kirchweger, hierfür aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.

Für den Noreia-Tempel soll ein eigener Raum angemietet werden, der durch Vereins-Mitgliedsbeiträge und freiwillige Spenden finanziert und erhalten werden soll. In diesem Heiligtum sollen Jahreskreisfeste gefeiert werden, aber auch Platz für verschiedene Veranstaltungen und Seminare bieten, die in Bezug zur Göttinnen- Spiritualitat stehen. So können und sollen im Tempel unter anderem ″Zeremonien wie Hochzeiten, Babysegnungungen, persönliche Ubergangs- und Heilungszeremonien, Womb Blessing, Womb Healing, Meditation, Singen, Vorträge, Tempeltanz, den weiblichen Zyklen gewidmete Veranstaltungen, Kreativtreffen zur Gestaltung von Kraft- und Ritualgegenstanden, Ausbildung zur Priesterin,″ abgehalten und veranstaltet werden.

Für die Frauen bedeutet ihr moderner Göttinnen-Glaube, dass ″die Gottin die liebevolle Kraft ist, die sie ständig umgibt und immer wieder auffordert ihr Herz weiter zu öffnen und dazu auffordert liebevoll und groszügig miteinander umzugehen.″ Im Zentrum ihrer Göttinnen-Spiritualitat steht auch ″das Eingebunden Sein in die natürlichen Zyklen und Kreislaufe des Lebens, von Geburt, Wachstum, Reife, Tod, dem Ruhen in der Zwischenwelt und der Wiedergeburt.″ Dazu gehört ebenso Mutter Erde und all ihre Kinder zu ehren. In diesem Kontext liegen ihnen ″der Umweltschutz, die Menschenrechte, insbesondere die der Frauen und Kinder, und der Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit sehr am Herzen.″

An dieser Stelle möchte der Autor dieses Artikels anmerken, dass diese Art und Weise der Noreia-Verehrung sich von dem Kult der vorrömischen, also antiken norischen Göttin Noreia unterscheidet. Es handelt sich dabei eher um eine Anknüpfung an die römische Isis-Noreia (NOREIAE ISIDI) und die Frauen ehren Noreia als ″die grose Mutter, die alle ihre Kinder liebt und mit den Gaben ihrer Natur beschenkt.″ Diesen Aspekt hatte nach derzeitiger Interpretation der Funde die ursprüngliche antike norische Göttin Noreia vermutlich nicht.

Wenn Sie mehr über den Verein und das Tempelbauprojekt erfahren mochten oder dieses mit Ihrer Spende unterstützen möchten, dann besuchen Sie einfach die Projekt-Website. Die Site beinhaltet sehr viele aktuelle Informationen über den Verein und den Fortschritt des Tempelbau-Projektes.

http://www.noreiatempel.at