Milseburg – Keltische Großstadt viel älter als bisher angenommen

Die Milseburg ist ein 835,2 m ü. NHN hoher Berg in der Rhön. Er liegt bei Danzwiesen in der Gemeinde Hofbieber im hessischen Landkreis Fulda (Deutschland). Auf dem Nordwesthang des Berges liegen Reste der keltischen Siedlung Oppidum Milseburg.

Die aktuellen archäologischen Grabungen neigen sich dem Ende zu. Doch die neuesten Erkenntnisse und Befunde sind erstaunlich. Sie belegen, dass die Kelten schon um 600 vor unserer Zeit siedelten. Bisher ist man davon ausgegangen, dass die Kelten erst um 300 vor unserer Zeit hier eine Siedlung gründeten. Diese keltische Stadt war bis 50 vor unserer Zeit dauerhaft besiedelt.

Über dem heute bewaldeten Berg erstreckte sich eine keltische Großstadt mit 1.000 Einwohnern. Die Milseburg war damals terrassenförmig in sogenannten Podien angelegt, die Platz für Dutzende Häuser boten. Die gesamte Anlage umschließt eine Fläche von über 35 ha. Sie war mit einem an der Nord-, Ost- und Südseite errichteten, ca. 1300 m langen und bis zu 12 m breiten Mauer, einer Art Holzkastenkonstruktion, befestigt.

Jetzt werden die neuen Fundstücke wissenschaftlich aufbereitet. Ausgestellt sollen die Fundstücke in einem kleinen Dokumentationszentrum, welches in der Nähe der Milseburg entstehen soll. Bereits am 1. September 2017 gibt es von 9 bis 12 Uhr beim „Tag der offenen Grabung“ die Möglichkeit, sich das Ganze selbst anzusehen. Zudem ist auch noch eine Ausstellung in der Kunststation Kleinsassen in Vorbereitung.