Maibaum, Mai-Lehen und Maikönigin

Ursprünglich war das Maibaumstellen Teil des so genannten “Mailehenbrauchs”. Dies war eine Art dörfliche Partnervermittlung, die im 17. Jahrhundert entstanden ist. Dabei wurden die unverheirateten jungen Frauen eines Dorfes den Junggesellen für eine bestimmte Zeit als “Lehen”, als Leihgabe übergeben.

Das geschah aber nach einem bestimmten Verfahren, erklärt der Bonner Volkskundler Alois Döring: “Die unverheirateten jungen Männer eines Dorfes ersteigern die unverheirateten Mädchen und bilden so Maipaare.”

Bei den Kelten durften die keltischen Frauen zum 1. Mai überprüfen, ob sie ihre eingegangenen Ehe aufrechterhalten wollten oder sich einen neuen Gemahl suchen. Die Kelten schmückten zu Beltane (1. Mai und Beginn der hellen Jahreshälfte) ihre Häuser und Ställe mit frischem Grün und feierten mit Maibaum, Mai-Lehen und Maikönigin.