Keltische Toranlage in Pappenheim wird rekonstruiert

Pappenheim ist eine Stadt im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen im Altmühltal rund 70 Kilometer südlich von Nürnberg. Von der „Alten Bürg“ stammen auch Funde der frühen Bronze- und der Hallstattzeit.

Ein mehrfach gestaffeltes System von Abschnittswällen zeugt dort von mehreren Befestigungsphasen. Eine weitere und vermutlich jüngere Höhensiedlung der späten Hallstattzeit existierte auf dem „Schlossberg“, auf dem später die Burg errichtet wurde. Auf dem Staffelberg befand sich eine große spätkeltische Siedlung, ein sogenanntes Oppidum.

Als im Jahr 2018 dort archäologische Grabungen stattgefunden haben, bargen die Archäologen viele Relikte aus keltischer Zeit. Auch das Tor der Siedlung konnte lokalisiert werden. Jetzt soll dort am originalen Fundort diese Toranlage rekonstruiert werden. Als man zuvor diese Toranlage untersucht hat, fand man unter anderem unerwartet gut erhaltene Funde.

Zudem konnten die Archäologen auch zahlreiche Details zum Ablauf der keltischen Bauarbeiten, zur architektonischen Gestaltung und zur kultisch-religiösen »Aufladung« des Bauwerks rekonstruieren. Viele der Funde sind im Bereich der östlich des Rheins lebenden Kelten einzigartig.

Siehe auch: http://naryore.eu/norico/oppidum-am-staffelberg-vermessung-am-keltischen-zangentor/