Keltenschatz in Sachsen gefunden

Vergangenen Herbst haben in Pima / Sachsen Archäologen einen 2500 Jahre alten Keltenschatz gefunden. Der Fund war in einem Tontopf gelagert und wurde in einem Kieswerk in Pirna gefunden.

Unter anderem hat man ein keltisches Bronzecollier gefunden, welches weltweit als Einzigartig zu betrachten ist. Die Restaurierung dauerte ein ganzes Jahr. Doch dieser Fund gibt einige Rätsel auf. Denn schon alleine der Fundort ist außergewöhnlich, lebten doch in Sachsen offiziell keine Kelten.

Doch selbst für die handwerklich hoch begabten Kelten, ist dieser Fund besonders interessant, da das Schmuckstück extrem aufwendig gearbeitet ist. An die 700 Bronzeringe wurden in fünf Ketten aneinandergereiht. Im Nacken sind die Ketten durch ein stabiles Stück miteinander verbunden.

Besonders interessant ist auch, dass sogenannte Kettenschieber eingebaut wurden, damit die Ketten beim Tragen nicht durcheinanderkommen.

Zudem hat man in dem besagten Tontopf auch noch Gewandspangen (Fibeln) gefunden, welche auch aus Bronze gefertigt wurden. Zwei Motive zeigen Raubvögel. Eine weitere ein menschliches Gesicht, das eine Art Münze trägt, spitze Ohren hat und mit aufwendigen Mustern verziert ist.  Diese Spange ist sehr naturalistisch gearbeitet und soll zu den fünf schönsten Fibeln in Europa gehören.

Höchst Rätselhaft ist wie schon erwähnt der Fundort, denn  in dieser Gegend lebten in der frühen LaTènezeit die Bodenbacher und nicht die Kelten. Zwar waren die Bodenbacher von den Kelten beeinflusst, aber das sie diesen Schmuck selbst herstellt haben, ist aber unwahrscheinlich.

Wenn die Forschungen abgeschlossen sind, soll dann der Schmuck im Staatlichen Museum für Archäologie in Chemnitz ausgestellt und der Öffentlichkeit präsentiert werden.