Kelten-Ausstellung am Wiener Rochusmarkt verlängert

Als Römer auf Kelten trafen – Die Ausgrabungen am Rochusmarkt – verlängert bis 28. April 2019!

Grabungen am Rochusmarkt, die 2014/15 stattfanden, lieferten neueste Erkenntnisse zur Geschichte der Stadt. Mit einem frühneolithischen Langhaus konnte der bisher älteste Siedlungsplatz auf Wiener Boden nachgewiesen werden („Linearbandkeramische Kultur“: 5500 bis 5000 v. u. Z.). An der gleichen Stelle entstand im 1. Jahrhundert v. u. Z. ein keltisches Handwerksa real, wo Münzrohlinge, Schmuckperlen aus Bernstein, Bronzeguss und Keramik hergestellt wurden.

Dass man in dieser Siedlung auch auf römische Artefakte gestoßen ist, darf als kleine Sensation bezeichnet werden: Erstmals wird das direkte Aufeinandertreffen von Römern und Kelten in unseren Breiten konkret fassbar. Mehrere Schreibgriffel und eine Siegelkapsel liefern darüber hinaus den Beleg für den ersten „Briefverkehr“ nach Wien.

Weitere Gegenstände aus den unterschiedlichsten Regionen Europas liefern zusätzlich Raum für Interpretationen: Kamen solch exotische Waren durch Handel nach Wien? Oder waren kriegerische Anlässe, Versklavung oder diplomatische Beziehungen dafür verantwortlich?

Die archäologischen Untersuchungen am Rochusmarkt eröffnen auch ein Fenster ins späte Mittelalter: Erstmals konnte der mächtige Graben, der im 15. Jahrhundert als Teil der Vorstadtbefestigung das Areal durchschnitt, dokumentiert werden.

Ort:
Wien Museum
Römermuseum
1010 Wien, Hoher Markt 3

Dienstag bis Sonntag & Feiertag, 9 bis 18 Uhr
Geschlossen: 1. Mai, 25. Dezember und 1. Jänner

Jeden ersten Sonntag im Monat für alle BesucherInnen – Eintritt frei!