Heilpflanzen der Kelten: Eiche

Es ist wohl die bekannteste Pflanze, welche von den Kelten benutzt wurde, die Eiche. Die Kelten verehrten und gebrauchten die Eiche als Heilpflanze.

Für die Kelten war die Eiche so etwas wie der Baum des Himmelsherrschers und wurde dem Wettergottes Taranis zugeordnet. Der römische Geschichtsschreiber Plinius d. Ä. (23/24 – 79 n.Chr.) überlieferte, dass die Kelten ohne Eichenlaub gar keine kultischen Handlungen vollzogen haben. Die Wörter Türe und Tor haben auch ihren Ursprung im keltischen duir. Wer widerrechtlich einen Eichhain gefällt hatte, der war dem Tode geweiht. Die Iren wiederum verbanden die Eiche mit Dagda, der ebenfalls ein Wettergott gewesen ist.

Auch heute noch gilt die Eiche als Heilmittel. So wirken zum Beispiel die Gerbstoffe der Eiche zusammenziehend auf Haut und Schleimhaut und sind daher blutstillend. Doch die Eiche kann auch gegen Durchfall und Juckreiz eingesetzt werden.

Die Eiche kann man äußerlich aber auch innerlich anwenden. Mit der Eichenrinde kann man für Bäder und Umschläge machen. Sie helfen gegen leicht entzündliche Hauterkrankungen, gegen Juckreiz und sogar gegen übermäßiges Schwitzen.

Als Tee getrunken kann man die Eichenrinde gegen Durchfall und Entzündungen im Mund- und Rachenraum einsetzen. Da der Eichenrindentee nicht besonders gut schmeckt, kann man ihm mit einem Löffel Honig verfeinern.