Gedicht: Die norische Kultur

Gedicht: Die norische Kultur – Alte Version

Einst kam ein kleines norisches Volk in unser Land,
dass die dort lebenden Stämme miteinander verband.

Sie gründeten das einzige Königreich,
dass die Kelten jemals am Festland konnten errichten.

Doch ihre Freundschaft zu den Römern
sollte dieses Reich bald vernichten.

Am Anfang waren sie noch frei,
doch durch die römische Annektierung
war die Eigenständigkeit schnell vorbei.

Sie passten sich der römischen Lebensweise an,
und so begann ihre Kultur zu zerfallen,
dies geschah aber sehr leise, ohne großes knallen.

Mit den Römern kamen dann auch die frühen Christen,
sie sollten sich nun auch in Norikum einrichten.
Doch schon bald begannen sie, über die alten Götter richteten
und machten sich dran, diese schließlich restlos zu vernichteten.

Ehe man sich`s versah, war die norische Kultur vorbei,
aber ohne einen großen Schrei,
denn die Menschen hatten sich an die neuen Herrscher gewöhnt,
ihre Wurzeln haben sie verhöhnt.

So endete schließlich das, was einst so groß begann,
doch der Glanz und die Ehre,
konnten bis heute leuchten und weiterleben,
so dass ich euch kann, diese großartige Geschichte geben.

 

Gedicht: Die norische Kultur – Neue Version

Einst kam ein kleines norisches Volk in unser Land,
das die dort lebenden Stämme miteinander verband.
Sie gründeten das einz‘ge Reich, in denen Könige je thronten,
wo am Festland Kelten es bewohnten.

Doch ihre Freundschaft zu Rom war ein Fehler bloß,
es versetzte den Kelten den Todesstoß.
Man glaubte sich frei und verbrüdert,
doch mit List unterworfen und eingegliedert.

Man passte sich zwar den Römern an,
doch war es das Ende der Keltenkultur.
So findet heute man heute dann und wann
nur vereinzelt noch Scherben nur.

In Roms Gefolgschaft kamen die Christen,
und rasch richtete man über die Götter.
Unwissen begann sich einzunisten
und die Kelten ernteten Gespötter.

Ehe man sich versah, war Norikum vorbei,
und niemand schien es zu missen.
Man hatte sich an die neuen Herrscher gewöhnt,
denn die Bequemlichkeit kennt kein Gewissen.

Und so verschwanden das Wissen und Gut
wie stets, wenn man selbst sich negiert.
Wenn alles nach Herrscherwillen tut,
statt Weisheit die Macht nur regiert.

So endeten schließlich und unbemerkt
in Stille die friedvollen Zeiten.
Daher sei der Leser darin bestärkt,
das Wissen darob zu verbreiten!

Autor: Roland Kreisel