Europas größte keltische Ausgrabungsstätte

In Bayern gab es von 500 vor unserer Zeit bis in etwa 100 nach unserer Zeit eigenständige keltische Stämme. Eine keltische Siedlung befindet sich am Staffelberg, es ist dies die größte keltische Siedlung Oberfrankens. Derartige stadtähnliche Siedlungen lassen sich in Bayern auch bei Manching, Kelheim (Michelsberg) und Weyarn (Fentbachschanze) nachweisen.

Der Staffelberg ist ein 539 m ü. NN[1] hoher, der Fränkischen Alb vorgelagerter Zeugenberg im sogenannten Gottesgarten am Obermain. Er ist der Hausberg von Bad Staffelstein im oberfränkischen Landkreis Lichtenfels.

Zur Zeit der Kelten lebten in dieser Sidlung, welche von einer 2800 Meter langen Stadtmauer umgeben gewesen ist, einige Tausend Menschen. Die Siedlung war so aufgebaut, dass am Gipfel der Adlel residierte, der von dieser Position aus alles kontrollierte. Gegründet wurde diese Siedlung um 100 vor unserer Zeit.

Im Jahr 2017 entdeckten die Archäologen ein Torgebäude. An dieser Stelle fand man eine große Anzahl an Nägel in verschiedenen Längen, sowie eine gut erhaltene Pflasterung und verbrannten Schutt. Der verbrannte Schutt lässt darauf schließen, dass die Toranlage einst abgebrannt ist. Ob dies durch feindliche Angriffe abgefackelt wurde oder es der Versuch gewesen ist, eine Rückkehr zu verhindern ist bis dato noch ungeklärt. Bis zum Herbst 2018 soll die Toranlage dann vollständig ergraben worden sein.