Die norischen Trachten

Spieglein, Spieglein an der Wand,
wer ist die Schönste im Norikerland ?

Die schönen Norikerinnen waren stolz auf ihr geschminktes Gesicht. Aus Norikum sind uns viele Rezepte für Schminke und Farben zur Verschönerung überliefert.

Weißes Make up war in,
rotbemalte Lippen,
blaugeschminke Lieder,
aber auch nachgeschwärzte Augenbraun und Liedstriche
sind keine neue Erfindung.

Mit wohlriechenden Ölen parfumiert, boten die norischen Mädels nicht nur einen wunderschönen Anblick, sondern eine rundum angenehme Erscheinung.

Auch die Sitte des Haarfärbens hat sich zum Beispiel an Grabfunden Britanniens archäologisch bestätigt. Die Kriegsbemalung und/oder Tätowierung ist bezeugt für die zwei dort lebenden Stämme der Siluri und der Picti.

Die Kelten waren generell sehr Mode- und Hygienebewusst. Sie erfanden die Hose, die Seife, den berühmten, ursprünglich Kärntner, Karostoff, die Pferdeschweiffrisur für Frau und Mann, sogar eine Art Toilettentaschenmesser die Zusammenklappbar waren hatten sie in ihrem Reisegepäck.

Sie produzierten Woll- und Leinenstoffe. Mineralische Stoffe wie Blüten, Früchte, Fasern von wildwachsenden und eigens angebauten Pflanzen dienen als Färbemittel für die auffallend wunderschönen bunten Stoffe.

Die Kelten waren in der Textilherstellung sehr geschickt, darum waren auch die keltischen Stoffe, aber auch die Haare von norischen Frauen welche zu Perücken verarbeitet wurden, in Rom ein beliebtes und begehrtes Handelsgut.