Die älteste Wasserleitung Mitteleuropas ist keltisch

In Ostböhmen haben Archäologen vermutlich die älteste Wasserleitung Mitteleuropas gefunden. Diese Wasserleitung stammt aus der Keltenzeit. Gefunden wurde die keltische Wasserleitung in Vysoké Mýto / Hohenmauth / Ostböhmen.

Genaugenommen handelt es sich bei der Wasserleitung um fünf Brunnen, die an die 2200 Jahre alt sind. Bei einigen davon ist auch noch die ursprüngliche Holzkonstruktion erhalten geblieben. Beim Brunnenhau hatten die Kelten vier tragende Pfähle benützt sowie Holzstücke die durch eine Zapfentechnik miteinander verbunden worden sind.

„Es handelte sich eher um einen Trog, durch den das Wasser zu den nächsten Häusern in der Siedlung floss. Die Rinne führt vor einen der Pfahlbauten, deren Existenz an diesem Ort belegt ist. Im Fundament dieses Hauses wurde ein Armband-Fragment aus der Latène-Zeit gefunden. Zusammengefasst lässt sich sagen, es handelt sich hierbei um die älteste erhaltene Wasserleitung in Mitteleuropa“, erklärte ein Archäologe.

Diese Brunnen sind ein möglicher Beweis dafür, dass die Kelten, die vor mehr als 2000 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Tschechiens gelebt haben, mit Dürre und Wassermangel zu kämpfen hatten.

Doch wer meint, diese Brunnen sind nach über 2000 Jahren nicht mehr funktionstüchtig, der irrt, denn auch heute noch stellen diese Brunnen eine gute Wasserressource dar. Man kann auch davon ausgehen, dass es hier auch noch vor mehreren Jahrhunderten bei extremer Dürre Wasser gegeben hat.

Laut den Experten zufolge waren die Kelten in der Lage sich das Wasser in der Gegend zunutze zu machen.