Christen planen die Neuevangelisierung von Europa

Immer mehr Menschen wenden sich vom Christentum ab. Doch eine Rückbesinnung zu unseren wirklichen historischen (keltischen) Wurzeln, kann das Christentum, so wie es aussieht, nicht zulassen. Denn geht es nach dem griechisch-orthodoxen Metropoliten von Austria, Arsenios (Kardamakis) soll die europäische Gesellschaft jetzt eine Neuevangelisierung erfahren bzw. mit einer solchen beglückt werden.

Die KathPress schrieb am 26.07.2016: „Das orthodoxe Christentum kann als “fester religiöser, aber auch kultureller Bestandteil der Europäischen Union” einen wesentlichen Beitrag für ein geeintes Europa leisten: Dieser besteht nach Überzeugung des griechisch-orthodoxen Metropoliten von Austria, Arsenios (Kardamakis) in der “Neuevangelisierung der europäischen Gesellschaft”, die freilich nicht nur Aufgabe der Orthodoxie, sondern aller christlichen Kirchen sei. Die Säkularisierung und “Enttheologisierung” Europas in den vergangenen Jahrzehnten habe dazu geführt, “dass der Mensch keine absolute Wahrheit anerkennen kann”. Die Folge davon ist laut dem Metropoliten nicht nur eine Glaubenskrise in den Kirchen des Westens, die “Profanisierung des Heiligen” spiegle sich auch in der heutigen Strukturkrise der EU wider.‟

Im selben Artikel heiß es auch, dass sich der Salzburger Ostkirchenexperten Prof. Dietmar Winkler gegen die “in politischen Kampfrhetoriken unpräzise und unrichtig verwendete” Bezeichnung Europas als “christliches Abendland” gewendet hat: “Das Christentum kommt bekanntlich aus dem Osten und hat im orientalisch-semitisch-hellenistischen Kontext Palästinas seine Wurzeln!” Von Jerusalem und antiken Metropolen wie Antiochien ausgehend, breitete es sich gleichermaßen nach Ost und West aus. Dabei sei kulturelle und spirituelle Vielfalt ein Wesensmerkmal des Christentums, betonte der Theologe. Im Westen gab es Prägungen durch die romanischen, keltischen und germanischen Kulturräume, im Osten Begegnungen mit der griechischen und slawischen Welt sowie den Kulturen des Orients von Äthiopien und Ägypten bis nach Zentralasien, Indien und China.‟