Beltane

Beltene – Fest des Lebens und der Fruchtbarkeit – Belenus-Wein – La Pergola

Über die zu Beltane tatsächlich begangenen Riten ist wenig bekannt, u. a. weil aus vorchristlicher Zeit keine Quellen vorliegen. Mittelalterliche Quellen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen u. a. Freudenfeuer auf dem Hill of Uisnech. Große Holzstapel wurden aufgeschichtet und in der Nacht zum 1. Mai entzündet. Dies diente nicht nur der Beleuchtung der Feierlichkeiten, ebenso wurden die Herden hindurchgetrieben, um sie rituell zu reinigen. Im Gegensatz zu Samhain ist Beltane ein fröhliches Fest, das im Zeichen der Liebe, der Fruchtbarkeit und des Wachstums steht.

Die Beltanefeierlichkeiten zum Frühlingsbeginn zeigen einige Analogien zu heutigen Tradition wie „Tanz in den Mai“ oder das Osterfeuer. Auch der traditionelle Maibaum hat hier vermutlich seinen Ursprung: Die Kelten schmückten zu Beltane die Häuser und Ställe mit frischem Grün. Die Wahl der Maikönigin ist ein letzter Hauch der heidnischen Verehrung der Göttin, die dem Land die Fruchtbarkeit schenkte.

Belenus

Vom Kontinent bis Britannien ist der keltische Gott “Belenus” belegt, den nach Tertullian die Noriker “die Kelten Österreichs”, mit besonderer Hingabe verehrten. Von Ihm hat das fest “Beltane” seinen Namen.

Die dunkle Hälfte des keltischen Jahres endete in der Nacht zum 1. Mai mit Belte(i)ne, dem offiziellen Sommerbeginn. – Eine wunderbare Gelegenheit, ausgelassen zu feiern! Wie Samhain war auch Beltene ein fröhliches Fest “außerhalb der Zeit” und wieder war des Nachts (heute als Walpurgis-Nacht bekannt) die Tür zur Anderswelt offen.

Das heitere Beltene-Fest stand unter dem Schutz des keltischen Belenus (der Helle, der Glänzende), der u.a. als omnipotenter Fruchtbarkeits-Heros galt, und gerade in den Ostalpen besondere Verehrung genoss – bevor die römisch-katholische Kirche ihn durch den ähnlich begabten Heros Georg ersetzen konnte.

Doch auch Belenus blieb erhalten: Bis heute heißt z.B. der südliche Vorort von Aquileia, der ehemaligen mythologischen “Partnerstadt” von Juvavum/Salzburg, nach ihm “Beligna”, wo zur Freude der Sinne ein guter Wein angebaut und ausgeschenkt wird.