Baden Württemberg: Kein Platz für die einheimische Geschichte

Für das Geschichtsverständnis der zukünftigen Generationen, ist das Wissen um die eigene Vergangenheit und Geschichte elementar. Umso unverständlicher ist es, dass in Baden-Württemberg die heimische Geschichte im Schulunterricht fast nicht mehr Thema des Lehrplans ist.

Der Deutsche Verband für Archäologie moniert, dass zum Beispiel die Bedeutung der berühmten Pfahlbauten am Bodensee im Schulunterricht zu kurz kommt. In den Lehrplänen spiele die eigene Ur- und Frühgeschichte nur noch eine untergeordnete Rolle. In den Lehrbüchern werden fast ausschließlich die alten Hochkulturen wie zum Beispiel Ägypten, Griechenland und Rom behandelt.

Gunter Schöbel, Deutscher Verband für Archäologie, sagte dazu: “Ich kritisiere, dass im Verhältnis über 140 Seiten aus den drei Hochkulturen in den neuen Lehrplänen oder auch in Schulbüchern vorkommen, und für die heimische Geschichte, für die Kelten, für die Bronzezeit keine Platz mehr bleibt. Es sind nur mehr 6 oder / Seiten die übrig bleiben. (…) Wenn man Welterbe hat, dann muss man es auch hier vom Land aus erklären, dass ist für mich zentral und wichtig. Denn nur wenn man den Kindern vermittelt, wie es um diese Welterbestationen tatsächlich steht, haben sie Verständnis und tragen es in die nächste Generation weiter. (…) Insofern denke ich, wäre uns schon geholfen, wenn etwas ausgleichender mit diesen Thema umgegangen werden würde. Ich will keine 100 Seiten, aber ich fände es doch schon, wenn wir für Baden Württemberg und die eigene Geschichte 20 Seiten bekommen würden.″