Allium ursinum – Bärlauch

Der Bärlauch ist in fast ganz Europa mit Ausnahme der immergrünen, mediterranen Region sowie der ungarischen Tiefebene bis nach Nordasien (Kleinasien, Kaukasus) verbreitet. Er gedeiht in Höhenlagen von Meereshöhe bis in 1900 Metern (Voralpen). In den Allgäuer Alpen steigt er im Inneren Höfats-Tobel in Bayern in Höhenlagen bis zu 1400 Metern auf.

Der Bärlauch gehört zu den ältesten Heil- und Nutzpflanzen in Europa. Er war schon bei den Germanen und Kelten hochgeschätzt. Überreste von Bärlauch-Gebrauch fand man aber auch in steinzeitlichen Pfahlbauten. Auch die Römer schätzten den Bärlauch und verzehrten die Pflanze als Gesundheitskraut oder “Herba salutaris”. Später bezeichnete Karl der Große den Bärlauch in seiner königlichen Verordnung über die Landgüter als anbauwürdige Gartenpflanze.

Bärlauch wird auch Bärenlauch, Knoblauchspinat, wilder Knoblauch, Waldknoblauch, Rinsenknoblauch, Hundsknoblauch, Hexenzwiebel, Zigeunerlauch, Ramsen oder Waldherre genannt.

Der lateinische Artname “ursinum” bedeutet “Bär”. Dies geht auf den Glauben zurück, dass Bären, nach dem Winterschlaf als Erstes das frische Grün des Bärlauchs suchen.

Walisische Kelten schwörten geradezu auf ihre stärkenden Eigenschaften und aßen die Pflanze vor einer Schlacht um dem Feind kraftvoll entgegentreten zu können.