45 Prozent der Deutschen haben genetisch gesehen keltische Wurzeln

Wenn man denkt, Nachfahren der Kelten findet man heute nur in Irland, England oder Schottland, sitzt man einem gewaltigen Irrtum auf. Denn Wissenschaftler aus der Schweiz haben anhand von genetischen Untersuchungen herausgefunden, dass es noch heute in Mitteleuropa zahlreiche Nachkommen der Kelten gibt. Das bedeutet konkret, dass es genetisch gesehen in Deutschland und Österreich weit mehr als 30 Millionen Menschen gibt, die genetisch gesehen keltische Vorfahren haben.

Auf der Website der Ahnenforschungsfirma ″Igenea″ kann man folgendes lesen: ″Die Kelten waren ein indoeuropäisches Volk der Antike, welches ursprünglich aus dem Alpenraum und den angrenzenden Regionen stammte. Von dort aus verbreiteten sich die Kelten in vielen Gegenden Europas, vor allem in ganz Westeuropa. Durch genetische Studien können wir die Kelten heute nicht nur sprachlich und kulturell von ihren Nachbarvölkern unterscheiden, sondern auch anhand ihrer DNA. Es wurden über 2000 Speichelproben aus 25 Gebieten, die heute als typisch keltisch gelten, analysiert. Die Probanden stammten aus Gebieten in der Bretagne, in Schottland und Irland, wo noch heute gälisch oder andere keltische Sprachen gesprochen werden. Hiedurch konnten genetische Profile ermittelt werden, die in diesen Regionen besonders häufig vorkommen und daher auf eine keltische Herkunft hinweisen. Zudem stimmt die Wanderung dieser genetischen Linien mit den Wanderungen der Kelten überein. Träger derselben oder ähnlicher genetischer Merkmale werden in Haplogruppen zusammengefasst. Haplogruppen repräsentieren die verschiedenen Stämme des Homo sapiens und zeigen den Ursprung und die Wanderungen unserer Vorfahren. So weisst die Zugehörigkeit zu bestimmten Haplogruppen auch auf eine keltische Abstammung hin.

Der Prähistoriker Otto H. Urban skizzierte: ″Wenn wir eine gemeinsame Wurzel unserer Geschichte suchen, gibt es gute Gründe, warum wir hier mit den Kelten nicht ganz falsch liegen. (…) Die Ausdehnung der Kelten könnte durchaus mit dem heutigen Europa vergleichen: Im 2. Jahrhundert unserer Zeit siedelten die Kelten auf den Britischen Inseln und an der Westküste Portugals, quer über den mitteleuropäischen Kontinent bis hinunter zu den Donaukelten und den Kelto-Thrakern im heute rumänisch-bulgarischen Gebiet. Die Kelten waren in Oberitalien sesshaft, fielen in Delphi ein und setzten auch über den Bosporus, wo eine kleine Gruppe in Kleinasien blieb, später als die Galater der Paulusbriefe bekannt. Nur nach Norden hin sei die Abgrenzung zu den Germanen schwierig. (…) Das entspricht schon sehr stark dem heutigen Europa: Natürlich wissen wir, wir haben etwas Gemeinsames, aber doch auch sehr viele Spezifika. (…) Das heißt, wir haben schon ein gutes Stück des heutigen Europa, in dem Kelten nachgewiesen sind und ihre Spuren hinterlassen haben. Deswegen kann man die Kelten als erste historisch fassbare Europäer benennen.”

Doch nicht nur materiell (archäologische Funde) haben die Kelten ihre Spuren hinterlassen, sondern auch genetisch und zwar bis heute. Bereits im Jahre 2007 hat die in der Schweiz ansässige Ahnenforschungsfirma ″Igenea″ anhand genetischer Untersuchungen herausgefunden, dass es in Wirklichkeit nur ganz wenige echte Germanen gibt. Im deutschen Genpool der Ahnenfolge spielen dafür aber andere Völker eine große Rolle, zum Beispiel die Wikinger, die Skythen, die Juden, Slawen und vor allem die Kelten. Bereits im Jahre 2007 hat die in der Schweiz ansässige Ahnenforschungsfirma ″Igenea″ anhand genetischer Untersuchungen herausgefunden, dass es in Wirklichkeit nur ganz wenige echte Germanen gibt.

Die Wissenschaftler haben damals 19.457 Genanalysen für ihre Studie verglichen. Diese Studie trägt den Namen: ″Die Zusammensetzung der Bevölkerung Deutschlands hinsichtlich der genetischen Abstammung“. Das Ergebnis war verblüffend. Es stellte sich heraus, zumindest noch die Hälfte der Deutschen zumindest Mütterlicherseits eine germanische Abstammung haben. Damit sind die Deutsche Frauen eindeutig deutscher als die deutschen Männer. Darüber hinaus stammen etwa 30 Prozent der Deutschen von Osteuropäern ab und jeder zehnte Deutsche hat mindestens einen jüdischen Vorfahren. Am Überraschendsten war jedoch, dass 45 Prozent der männlichen Deutschen keltische Vorfahren haben.

Interessant an der genetischen Analyse ist, dass die Forscher nur etwa 40 Generationen zurück gegangen sind. ″Wir gehen nur bis zu 40 Generationen, also 800 bis 1000 Jahre zurück, denn ginge man weiter zurück, gäbe es zu viele Kopierfehler, die das Ergebnis verfälschen würden“, erklärte Inma Pazos, Geschäftsführerin, der Ahnenforschungsfirma ″Igenea″. Zudem sagte Inma zu dem Ergebnis: ″Die moderne Genetik führt den Rassismus ad absurdum. Denn alle Genanalysen beweisen ohne jeden Zweifel, dass jeder Mensch unzählig viele Wurzeln hat, weil die Urvölker über Jahrtausende gewandert sind. In jedem Menschen steckt ein Mischmasch. Hätten wir Genmaterial von Adolf Hitler, könnten wir unter Umständen nachweisen, dass auch Juden zu seinen Vorfahren gehört haben. Die Wahrscheinlichkeit beträgt zehn Prozent.“

Die wichtigsten Resultate der Schweizer Studie über die Abstammung der Deutschen

(mütterlicher und väterlicher Seite):

50 Prozent der Deutschen haben mütterlicherseits eine germanische Abstammung.

Allerdings haben nur etwa 6 Prozent aller Deutschen väterlicherseits einen germanischen Ursprung.

Der Grund dafür könnte sein, dass in den Kriegen der letzten Jahrhunderte viele Männer ums Leben gekommen sind.

45 Prozent der männlichen Deutschen haben einen keltischen Vorfahren.

Sie gehören zur Haplogruppe R1b. Diese wird vor allem mit den indoeuropäischen Völkern in Verbindung gebracht. Daher wird sie auch als die ‘Kelten-DNA’ bezeichnet, da sie am stärksten bei Völkern mit keltischen Hintergrund verbreitet ist. Es wird angenommen, dass die Haplogruppe R zwischen dem Kaspischen Meer und Sibirien vor 30.000 bis 35.000 Jahren erstmals aufgetreten ist. Die Haplogruppe R1b stammt von R1 ab, wie auch R1a. R1b entstand nach derzeitiger Schätzung vor weniger als 18.500 Jahren in Asien. Die Aufspaltung der Haplogruppe R in R1 und R2 ist durch einen Fund in Mal’ta am Baikalsee belegt. Die Aufspaltung der R1* Haplogruppe fand wohl eher im zentralen bis westlichen Teil Asiens statt, wo sowohl R1a als auch R1b in relativer Nähe zueinander gefunden wurde.

Mehr als 30 Prozent der Deutschen stammen von Osteuropäern ab.

25 Prozent der Deutschen haben Skythen und Wikinger als Vorfahren. Auch sie gehören zur indoeuropäischen Haplogruppe R1b.

15 Prozent der Deutschen gehören zur indoeuropäischen Haplogruppe R1a, die Wikinger und Slawen umfasst.

Diese Gruppe ist vor 30 000 Jahren in Nordasien entstanden und heute vor allem in England und Osteuropa verbreitet.

10 Prozent der Deutschen hat jüdische Wurzeln.

Sie gehören zur Haplogruppe J, der etwa 40 Prozent aller Juden angehören.

5 Prozent der Deutschen haben phönizische Vorfahren. Sie gehören zur Haplogruppe E3b.

Abstammungsstammbaumgrafik der Deutschen

gene

Durch den Vergleich der väterlichen Linien der Deutschen fanden die Schweizer Forscher heraus, dass 45 Prozent der männlichen Vorfahren der Deutschen keltischen Ursprungs sind

Überträgt man nun die ″genetischen″ Erkenntnisse von Deutschland auf Österreich, so ergibt sich das Bild, dass in Österreich der Anteil der Kelten noch etwas höher sein müsste als in Deutschland. Denn die genetischen Hauptgruppen in Österreich sind die R1a und R1b Gruppen. Die würde Sinn machen, bedenkt man, dass Österreich eines der Kerngebiete der keltischen Kultur ist. Schon Bruno Kreisky, 1970 bis 1983 Bundeskanzler der Republik Österreich, sagte einst: “Wir sind alle Kelten”. Auch die Plattform „Eupedia.com“ zeigte in einer Grafik die genetische Zusammensetzung die Zusammensetzung des genetischen Materials der Bewohner einiger Länder Europas anhand sogenannter Haplogruppen. Laut den Angaben dieser Statistik würden die drei größten Haplogruppen der österreichischen Bevölkerung wie folgt aussehen: 1. Kelten, Basken, Italer, Friesen, Sachsen – 2. Slawen, Kurgan, Arier – 3. Germanen