44 keltische Goldmünzen in Oberösterreich ausgegraben

Wie das Oberösterreichische Landesmuseum mitteilte, wurden bei archäologischen Grabungen in Oberösterreich eine ganz besonderer Fund gemacht. Archäologen fanden 44 keltische Goldmünzen aus der Zeit des 2. oder 1. Jahrhunderts vor unserer Zeit. Jede der Goldmünzen wiegt in etwa 7,5 Gramm.

Während der aktuell laufenden archäologischen Untersuchung auf der Fundstelle Neubau/Traun, wo auf dem gleichen Areal eine Maschinenhalle errichtet werden soll, wurde ein sensationeller Fund gemacht: Ein beeindruckender Schatzfund von 44 keltischen Goldmünzen konnte geborgen werden. Die späteisenzeitliche Fundstelle Neubau ist seit Jahrzehnten bekannt und beliebtes Ziel privater Metallsondengänger. Umso glücklicher ist der Umstand, dass der Schatzfund im Rahmen einer vom Landesmuseum beauftragen Grabung (Fa. Archeonova) zutage trat. Die Goldmünzen haben einen Sammlerwert von mindestens 50.000 Euro.

Die 44 Goldmünzen sind, für das sie an die 2000 Jahre vergraben gewesen sind, in einem guten Zustand. Die keltischen Goldmünzen weisen “buckelförmige Erhöhungen” auf, deshalb werden sie von Numismatikern auch als “Muschel-Statere” bezeichnet. “Muschel-Statere” zählten in vorrömischer Zeit zu den wichtigsten Zahlungsmittel.

Stater ist der Name verschiedener Geldstücke der Antike. Der Stater gilt als die wichtigste griechische Münze. Der Name bedeutet so viel wie derjenige, der wiegt und weist damit auf die früheste Funktion von Münzen als genormte Gewichte hin. Deswegen ist der Stater in erster Linie ein Normal- oder Einheitsstück, der eine Gewichtseinheit bestimmt. In der attischen Münzprägung ab etwa 530/20 vor unserer Zet bildet zum Beispiel das Tetradrachmon den Stater, was in Prägestätten, die sich am attischen Beispiel orientierten, in der Regel übernommen wurde.