3000 Jahre altert “Kelten-Einbaum” bei der Landesausstellung “Mythos Bayern”

Vom 3. Mai bis 4. November 2018 findet im Kloster Ettal die bayerischen Landesausstellung statt. Das Motto der Ausstellung lautet: “Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern”. Auf 1.500 m² Ausstellungsfläche gibt es unzählige Highlights von einem 13 Meter langen keltischen Einbaum, der im Starnberger See gefunden und noch nie ausgestellt wurde.

Der 3000 Jahre alte keltische Einbaum wird das zentrale und älteste Objekt der bayerischen Landesausstellung. Es handelt sich aufgrund seiner ungewöhnlichen Form und Länge vermutlich um ein kultisches Wasserfahrzeug. Die Öffentlichkeit bekommt den Einbaum erstmals bei dieser Landesausstellung zu sehen.

Der Einbaum war in den 1980er Jahren vor der Roseninsel im Starnberger See gefunden worden. Die Bergung dauerte von 1987 bis 1990. Danach wurde er über Jahrzehnte sorgfältig konserviert. Er stammt nach Untersuchungen unter anderem anhand der Jahresringe des Holzes aus der Zeit 900 vor Christus.

Der Einbaum (griech. Monoxylon) ist ein verbreiteter Bootstyp bei Indigenen Völkern, aber auch in moderneren Gesellschaften noch in Gebrauch. Der Rumpf ist aus einem einzigen Baumstamm gefertigt. Mitunter sind die Bordwände durch eingesetzte Spanten verstärkt und durch das Aufsetzen eines Plankenganges erhöht, dann oft Piroge genannt. Charakteristisch sind auch Querbänke, die nicht eingesetzt, sondern aus dem Stamm gearbeitet sind.

Einbaum ist vermutlich Lehnübersetzung des lateinischen monoxilus, weiter aus griechisch μονόξυλον – monoxylon, mit den Bestandteilen monos „einzig“ und Xylon „Holz, Baum“.